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Volkswagen liefert im dritten Quartal 14,3 Prozent weniger Fahrzeuge aus

Der Konzern brachte von Juli bis September 1,885 Millionen Fahrzeuge zu den Kunden. In China brach der Absatz um 38,5 Prozent ein, während die Bestellungen für Elektroautos in Europa um mehr als 60 Prozent zulegten.
Symbolfoto: eine Industrieanlage.

Die Volkswagen Group hat am 12. Oktober ihre Auslieferungen für das dritte Quartal veröffentlicht. Weltweit übergab der Konzern von Juli bis September 1.885.300 Fahrzeuge an Kunden, 14,3 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, in dem es 2.198.900 gewesen waren. Nach neun Monaten liegt die Zahl bei 6.011.000 Fahrzeugen, ein Rückgang um 9,0 Prozent. Der Abwärtstrend hat sich damit im Jahresverlauf beschleunigt: Im ersten Quartal hatte das Minus laut dpa noch 4,0 Prozent betragen, im zweiten 8,6 Prozent.

Der Rückgang geht ganz überwiegend auf China zurück. Dort lieferte Volkswagen im dritten Quartal 405.800 Fahrzeuge aus, 38,5 Prozent weniger als vor einem Jahr; nach neun Monaten beträgt der Rückgang 30,2 Prozent auf 1.378.800 Fahrzeuge. Die übrigen Regionen hielten sich deutlich besser: In Westeuropa sanken die Auslieferungen um 2,8 Prozent auf 780.000, in Mittel- und Osteuropa stiegen sie um 1,4 Prozent. Nordamerika verzeichnete ein Minus von 5,8 Prozent auf 232.700, Südamerika von 2,4 Prozent auf 175.300 Fahrzeuge. Über neun Monate liegen Europa mit plus 1,7 Prozent und Südamerika mit plus 4,3 Prozent im Plus, Brasilien sogar mit 12,3 Prozent.

Bei den reinen Elektroautos zeigt sich eine gespaltene Lage. Weltweit lieferte der Konzern im Quartal 240.200 batterieelektrische Fahrzeuge aus, 4,7 Prozent weniger als im Vorjahr. In Europa legten die E-Auslieferungen jedoch um 19,6 Prozent auf 209.100 zu, während sie in den USA um 86,4 Prozent auf 5.100 und in China um 30,1 Prozent auf 18.000 Fahrzeuge einbrachen. Der Anteil der Elektroautos an den Auslieferungen in Europa stieg nach neun Monaten von 18 auf 20 Prozent. Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender kamen nach Unternehmensangaben bis Ende September weltweit auf 368.000 Einheiten, rund 23 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum; in China legten elektrifizierte Modelle im Quartal um etwa 30 Prozent zu.

Nach Marken traf es die Volumen- und die Premiummarken am stärksten. Die Marke Volkswagen Pkw lieferte 946.600 Fahrzeuge aus, 19,3 Prozent weniger, Audi 314.900, ein Minus von 19,7 Prozent. Porsche verzeichnete einen Rückgang um 15,0 Prozent auf 56.200 Fahrzeuge. Škoda hielt sich mit 256.700 Auslieferungen auf Vorjahresniveau, die Nutzfahrzeugholding Traton steigerte den Absatz um 10,5 Prozent auf 78.900 Einheiten.

Vorstand Martin Sander, im erweiterten Konzernvorstand für den Vertrieb zuständig, verwies auf den Auftragseingang in Europa. Nach Angaben des Unternehmens stiegen die Bestellungen für Elektroautos dort im dritten Quartal um mehr als 60 Prozent, der Auftragsbestand bei E-Modellen hat sich seit Jahresende 2025 verdoppelt und macht nun rund 40 Prozent des europäischen Gesamtbestands aus. Für die vier neuen Kleinwagen ID. Polo, ID. Cross, Škoda Epiq und Cupra Raval liegen laut Sander knapp 150.000 Bestellungen vor. Den deutlich schrumpfenden Gesamtmarkt in China bezeichnete er als Herausforderung für die gesamte Branche.

Die Auslieferungszahlen folgen auf eine drastische Prognosekorrektur. Am 18. September hatte die Volkswagen AG per Ad-hoc-Mitteilung ihre Erwartung für die operative Umsatzrendite 2026 von 4,0 bis 5,5 Prozent auf bis zu 1 Prozent gesenkt. Grund sind Sondereffekte von rund 10 Milliarden Euro, darunter eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von etwa 6 Milliarden Euro auf den Geschäfts- oder Firmenwert von Porsche sowie Belastungen aus Vorruhestandsregelungen, dem geplanten Verkauf des Werks Osnabrück und Abschreibungen bei chinesischen Tochtergesellschaften. Den Umsatz erwartet der Konzern bei rund 315 Milliarden Euro, die Vorgaben für den Netto-Cashflow von 3 bis 6 Milliarden Euro im Automobilgeschäft blieben unverändert.

Wie sich der Absatzrückgang in der Ertragslage niederschlägt, zeigt der Zwischenbericht zum 30. September, den Volkswagen am 29. Oktober vorlegt; die meisten Sondereffekte sollen im dritten Quartal verbucht werden. Einen Tag zuvor berichtet Mercedes-Benz, BMW folgt am 4. November. Zuvor zeigen die Konzernmarken Volkswagen, Audi, Škoda und Cupra ihre Neuheiten auf dem Pariser Autosalon, der am 13. Oktober für das Publikum öffnet.

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung. Die Zahlen entsprechen den Angaben der genannten Quellen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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